Nationalpark: Führung am Freitag macht unterschiedliche Zonen erlebbar

Ziel der Route ist der Huzenbacher See/ Öffentliche Beteiligung über Onlineportal startet am 11. November
 
Der Vorschlag für die erste Gliederung des Nationalparks Schwarzwalds wird gerade diskutiert – bei einer zweiten öffentlichen Führung am kommenden Freitag, 31. Oktober, wird er auch praktisch erlebbar. Der Park soll in drei Bereiche eingeteilt werden, sogenannte Kern-, Entwicklungs- und Managementzonen. Während der dreistündigen Führung am Freitag, die um 15 Uhr am Parkplatz der Gemeindeverwaltung Huzenbach startet, können die Teilnehmer vor Ort nachvollziehen, was die Gliederung konkret für Wälder und Seen, Tiere und Pflanzen im Nationalpark bedeutet. „An der steilen Karwand am Huzenbacher See, die schon lange sich selbst überlassen ist, lässt sich beispielsweise schon jetzt die wilde Schönheit von purer Natur erleben“, sagt Nationalpark-Leiter Dr. Wolfgang Schlund.

 

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Bilderreise quer durch den wilden Schwarzwald

Die Karlsruher Fotografen Gaby Hufler und Norbert Daubner
zeigen auch wenig bekannte Schönheiten

 
Eine Bilderreise mitten durch den wilden Schwarzwald lässt sich am Freitag, 7. November, im Nationalparkzentrum Ruhestein an der Schwarzwaldhochstraße erleben. „Naturerlebnis wilder Schwarzwald“ haben die Karlsruher Naturfotografen Gaby Hufler und Norbert Daubner ihren Multivisionsvortrag überschrieben, in dem sie die Besucher ab 19 Uhr auf eine fotografische Reise mitnehmen werden. Im eingespielten Team sind die beiden Fotografen sowohl bekannten als auch weniger bekannten Naturschönheiten auf die Spur gekommen. Dabei sind ihnen unter anderem sensible Momentaufnahmen der Tierwelt im Verlauf der Jahreszeiten geglückt. Vom seltenen Dreizehenspecht bis zu den wenig bekannten Gämsen des Schwarzwaldes vermittelt dieser Vortrag auch einen nachhaltigen Eindruck von der Vielfalt der Lebensräume im zehn Monate alten Nationalpark.
 
Termin: Multivisionsvortrag „Naturerlebnis wilder Schwarzwald“, am 7. November im Nationalparkzentrum Ruhestein, Seminarraum, Schwarzwaldhochstraße 2, 77889 Seebach; Beginn: 19 Uhr, Eintritt: fünf Euro
Anmeldung beim Nationalparkzentrum unter Telefon 07449/ 91020.

 

Forscher entdeckt seltenen Pilz im Herzen des Nationalparks

Vor einem Jahr hatte Ministerpräsident Kretschmann die Zitronengelbe Tramete im Landtag vorgestellt
 
Dieser Fund ist schon eine kleine Sensation: Erstmals in ganz Baden-Württemberg haben Pilzforscher die Zitronengelbe Tramete im Nationalpark Schwarzwald entdeckt. „Ein richtig gutes Zeichen“, findet Dr. Marc Förschler, der die Abteilung für Ökologisches Monitoring, Forschung und Artenschutz im Nationalpark leitet. Natürlich müsse der Pilz schon vorher da gewesen sein – aber der Fundort im Bannwald am Wilder See weise daraufhin, welche Bedingungen sehr seltene Arten für ihre Entwicklung und Ausbreitung bräuchten. Denn im Bannwald darf sich die Natur bereits seit 100 Jahren vom Menschen unbeeinflusst entwickeln. So wie bald auch in der ersten Kernzone des 10000 Hektar großen Nationalparks.
 
Fast genau vor einem Jahr hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann vor der Abstimmung zur Gründung des Parks im Landtag ausgerechnet mit dem leuchtend gelben Pilz dafür geworben, im Schwarzwald auch eine Zufluchtsstätte für äußerst seltene Arten zu schaffen. Die „Antrodiella citrinella“, so der lateinische Name Porlings, war bis dahin nur aus dem Bayerischen Wald bekannt. In den 1990er Jahren auch dort noch sehr selten, konnte sie sich mittlerweile unter anderem in die Region des dortigen Nationalparks ausbreiten.
 
Als gesichert gilt, dass der Pilz zum Überleben reichlich totes Fichtenholz und einen weiteren Pilz, den Rotrandigen Baumschwamm, braucht. „Wo die Tramete wächst, herrscht eine gewisse Ursprünglichkeit der Natur“, erklärt Dr. Markus Scholler vom Naturkundemuseum Karlsruhe, der ein großes mykologisches Inventarisierungsprojekt im Nationalpark leitet. Rund ein Dutzend Spezialisten untersuchen die vorhandene Artenvielfalt – und dokumentieren sie für die Nachwelt. „350 Arten wurden bereits erfasst“, berichtet Scholler. Die Tramete, die den Ökologen auch als „Naturnähezeiger“ diene, sei nur eine von mehreren bedeutenden und extrem seltenen Pilzen, die im Gebiet um den Wilden See gefunden wurden. Ein Beweis dafür, dass Totholz die Vielfalt an seltenen Pilzarten sichtbar erhöht.

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Nationalpark: Erste Gliederung wird diskutiert

Drei Führungen zum Vorschlag geplant / Öffentliche Beteiligung
über Onlineportal startet am 11. November

 
Es geht um die erste Gestalt des Nationalparks Schwarzwald: In diesen Wochen diskutieren die politischen Gremien in den umliegenden Gemeinden, Stadt- und Landkreisen über eine Gliederung der rund 10 000 Hektar großen Waldflächen. Neun Monate nach seiner Gründung wird der erste Nationalpark Baden-Württembergs in drei Bereiche eingeteilt – in sogenannte Kernzonen, Entwicklungs- und Managementzonen. „Es ist uns sehr wichtig, die Bürgerinnen und Bürger an diesem Prozess zu beteiligen“, sagt Leiter Dr. Thomas Waldenspuhl. Der Vorschlag, den die Nationalparkverwaltung gemeinsam mit ihrem Rat und Beirat entwickelt hat, wird darum auch online zur Diskussion gestellt. Ab 11. November können Interessierte auf einer Website, die eigens zu diesem Zweck erstellt wird, ihre Meinung, Anregungen und Wünsche einbringen. „Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung“, sagt Dr. Britta Böhr, die die Internetseite mit ihrem Fachbereich entwickelt hat.
 
Bis zum 2. Dezember bleibt das Web-Portal unter www.nationalpark-schwarzwald-dialog.de. Dort gibt es auch weitere Informationen zur Diskussion im Internet – wer mitmachen möchte, kann sich ab sofort schon registrieren. Um vorab noch transparenter zu machen, was sich genau hinter den einzelnen Zonen verbirgt und wie sich der Park dort entwickeln kann, sind außerdem drei öffentliche Führungen geplant. An diesem Freitag, 17. Oktober, startet die erste zum Hohen Ochsenkopf, die zweite am 31. Oktober hat den Huzenbacher See und die Hochlagen zum Ziel, und am 7. November steht schließlich der Buhlbachsee auf dem Programm.

 

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Abenteuer beginnt: Sommerfilm zum Nationalpark geht online

Junges Team präsentiert Auftakt einer fünfteiligen Reihe

 

Wer vom Herbst noch einmal in die wilde Schönheit des Sommers im Nationalpark Schwarzwald eintauchen will, kann im Internet den ersten Kurzfilm der jungen Filmemacher um Simon Straetker aus Löffingen bewundern. 500 Stunden hat das Team an dem Auftakt der Reihe „Abenteuer Schwarzwald“ über alle vier Jahreszeiten im Nationalpark gesteckt. Drehbeginn war im Mai, nach der feierlichen Premiere im Nationalparkzentrum, ist der zweiminütige Videoclip nun unter www.sommerfilm.abenteuerschwarzwald.de zu sehen.


„Wir möchten gerade junge Leute für die Schönheit der Natur begeistern“, beschreibt Regisseur Simon Straetker das Projekt, das er zusammen mit dem Fotografen und Reisereferenten David Lohmüller aus Freiburg initiiert hat. Getreu dem Motto des Nationalparks, „Eine Spur wilder“, haben die Filmer besonders die wilden Seiten des Schwarzwalds in den Fokus genommen.
Mit speziellen Kamerakränen und Drohnen haben die Filmemacher die Natur im Nationalpark auch aus bisher unbekannten Perspektiven einfangen können. „Wir wollen mit unseren Bildern das Unsichtbare sichtbar machen“, sagt Simon Straetker, der bereits 2013 einen Naturfilm im Schwarzwald gedreht hat. Für „H2ochschwarzwald“ wurde der 20-Jährige unter anderem mit dem Deutschen Naturschutzpreis 2013 und dem Jugendfilmpreis Baden-Württemberg 2013 ausgezeichnet.


Naturschutz und Nachhaltigkeit sind ihm auch bei seinem aktuellen Projekt ein besonderes Anliegen. Auf eine moralisierende Haltung habe das Team allerdings bewusst verzichtet, erklärt Straetker. „Die gezeigte Schönheit der Natur spricht für sich - unsere Filme sollen in erster Linie faszinieren und begeistern.“

 

Der Adlerhorst auf dem Wildnispfad Baden-Baden ist zur Zeit aufgrund anstehender Reparaturarbeiten gesperrt

Die 2006 gebaute Aussichtsplattform "Adlerhorst" auf dem Wildnispfad Baden-Baden wurde bis auf Weiteres aus Sicherheitsgründen von der Nationalpark-Verwaltung gesperrt. Bei der regelmäßig stattfindenden Sicherheitskontrolle der Anlage wurde festgestellt, dass die Tragkonstruktion nicht mehr ganz sicher ist. Nun soll überlegt und geplant werden, wann und wie die Sanierung der hölzernen Aussichtsplattform stattfinden wird. Bis die Mängel wieder beseitigt werden können, wird der Adlerhorst im Interesse der Sicherheit aller Besucherinnen und Besucher daher erst einmal gesperrt bleiben. Die Nationalparkverwaltung bittet hierfür um das Verständnis seiner Gäste.

Nationalpark zum Mitmachen

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www.nationalpark-schwarzwald-dialog.de

Adresse

Nationalpark Schwarzwald
Schwarzwaldhochstraße 2
77889 Seebach
Email: info@nlp.bwl.de
Telefon: 07449 - 91020
Fax: 07449 - 91022

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