Erste Gestalt des Nationalparks: Großer Andrang bei Führungen – jetzt startet Online-Dialog

120 Bürgerinnen und Bürger konnten die Zonierung bei drei Wanderungen ganz praktisch erleben
 
Die erste Gestalt des Nationalparks Schwarzwald stößt auf breites Interesse: 120 Bürgerinnen und Bürger ließen sich bei drei speziellen Führungen in den vergangenen Wochen zeigen, was die Einteilung der Parkfläche in unterschiedlich stark geschützte Zonen für Wälder und Seen, für Pflanzen und Tiere bedeutet. Jeweils drei Stunden lang führten Experten aus dem Nationalpark-Team quer durch alle Bereiche. Neben vielen Antworten auf ihre Fragen und praktischen Beispielen aus der Natur konnten die Gäste auch ein paar besonders schöne Wildnis-Momente mitnehmen: die Abendruhe am Hohen Ochsenkopf, die Wolkenspiele am Buhlbachsee, die wechselnden Waldbilder am Abstieg zum Huzenbacher See. „Da lässt sich Wildnis schon erleben und begreifen“, sagt Nationalpark-Leiter Thomas Waldenspuhl.


 
Genau die richtige Umgebung also, um über den Weg zurück zur puren Natur in den sogenannten Kernzonen, wozu in spätestens 30 Jahren drei Viertel des Nationalparks zählen werden, zu diskutieren. „Wir freuen uns sehr, dass es so viel Anteilnahme an dieser wichtigen Arbeit gibt“, betont Waldenspuhl. Und dafür gibt es gleich schon die nächste Gelegenheit: Kaum ist die letzte Führung zur Gebietsgliederung beendet, öffnet sich das Diskussions- und Beteiligungs-Portal im Internet. Los geht’s über das Fenster oben rechts auf dieser Seite. Gefragt sind konstruktive Kritik, Wünsche und Ideen rund um das Thema Gebietsgliederung des ersten Nationalparks Baden-Württembergs. Viel Spaß beim Mitmachen!

 

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Pilotstudie zur Wahrnehmung des Nationalparks


Fast ein Jahr ist der Nationalpark Schwarzwald alt – für Wissenschaftler ein guter Zeitpunkt, um eine erste Studie zur Wahrnehmung des ersten Nationalparks Baden-Württembergs zu starten. Bis Mitte Dezember wird das Meinungsforschungsinstitut LINK insgesamt 1500 Menschen in Baden-Württemberg zu diesem Thema befragen. „Wir freuen uns über jeden Angerufenen, der sich eine Viertelstunde Zeit für unsere Fragen nehmen kann“, sagt Britta Böhr, Leiterin des Fachbereichs Nationalparkplanung, Regionale Entwicklung & Tourismus. Schließlich soll die Forschung im Nationalpark nicht auf Tiere und Pflanzen beschränkt sein – auch sozialwissenschaftliche Fragen werden genau untersucht. Diese erste Pilotstudie soll unter anderem darüber Auskunft geben, ob sich die Wahrnehmung des Nationalparks in seinem ersten Jahr schon verändert hat.
Alle weitere Informationen finden Sie in der beigefügten Pressemitteilung.

 

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Der Schnee kann kommen: Nationalpark übernimmt das Loipenspuren – und den Pistenbully

Bürgermeister Schmälzle: „Ich bin froh, dass das Angebot so gut weiter geht.“

Auf schöne Loipen quer durch den Nationalpark Schwarzwald können sich Langlauffreunde auch in diesem Winter freuen. Der Nationalpark übernimmt ab dieser Saison das Spuren im Bereich Hoher Ochsenkopf und Herrenwies. Der bisherige Betreiber der insgesamt rund 120 Kilometer langen Loipen, Mathias Reidel, wollte diese Aufgabe gerne abgeben. „Die letzten drei Winter waren schneearm, für mich hätte sich das künftig nicht mehr gerechnet“, erklärt Reidel. Da 40 Prozent der Loipen ohnehin im Gebiet des Nationalparks lägen, sei er froh, diese Aufgabe in die richtigen Hände übergeben zu können. Reidel hatte den Loipenbetrieb  vor fünf Jahren von seinem Vater übernommen, der seit 1971 für die LangläuferInnen gepurt hatte.

Für den Nationalpark sei es eine Selbstverständlichkeit, hier einzuspringen, betont Nationalpark-Leiter Wolfgang Schlund. „Erholung ist für uns ein hohes Gut – und dazu gehört unbedingt auch das Langlaufen durch die schöne Natur des Nationalparks.“ Die Nationalparkverwaltung wird nun einen Vertrag mit dem Loipenförderkreis abschließen, in dem die meisten anliegenden Gemeinden seit Jahren organisiert sind. Der Loipenförderkreis nimmt den Betreiberwechsel allerdings auch zum Anlass für eine eigene Veränderung. „Wir wechseln unter das Dach des Vereins Schwarzwaldhochstraße“, informiert der Vorsitzende des Loipenförderkreises, der Seebacher Bürgermeister Reinhard Schmälzle. Die Orte Oppenau, Bad Peterstal-Griesbach und Bad Rippoldsau-Schapbach stoßen noch als neue Mitglieder dazu.

Der Nationalpark spurt künftig auf der gesamten Fläche des Loipenförderkreises, weitere Loipen kommen auf der Gemarkung Baiersbronn zwischen dem Ruhestein und dem Parkplatz Zollstock hinzu. „Wir freuen uns, dass es im Bereich der Schwarzwaldhochstraße damit ein einheitliches Loipengebiet auf 160 Kilometern gibt und die Nationalparkverwaltung das Spuren übernimmt“, sagt Schmälzle. Die Verwaltung hat dafür auch den Pistenbully von Reidel gekauft. Die freiwillige Plakette (fünf Euro pro Tag), mit der sich die Langläufer in diesem Gebiet an den Spurkosten beteiligt hatten, entfällt künftig, die Zuschüsse der Gemeinden bleiben. Es sei auch eine Ausdehnung des in Freudenstadt gegründeten Fördervereins auf das gesamte Gebiet geplant, ergänzt Schmälzle.

 

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Forscher entdeckt seltenen Pilz im Herzen des Nationalparks

Vor einem Jahr hatte Ministerpräsident Kretschmann die Zitronengelbe Tramete im Landtag vorgestellt
 
Dieser Fund ist schon eine kleine Sensation: Erstmals in ganz Baden-Württemberg haben Pilzforscher die Zitronengelbe Tramete im Nationalpark Schwarzwald entdeckt. „Ein richtig gutes Zeichen“, findet Dr. Marc Förschler, der die Abteilung für Ökologisches Monitoring, Forschung und Artenschutz im Nationalpark leitet. Natürlich müsse der Pilz schon vorher da gewesen sein – aber der Fundort im Bannwald am Wilder See weise daraufhin, welche Bedingungen sehr seltene Arten für ihre Entwicklung und Ausbreitung bräuchten. Denn im Bannwald darf sich die Natur bereits seit 100 Jahren vom Menschen unbeeinflusst entwickeln. So wie bald auch in der ersten Kernzone des 10000 Hektar großen Nationalparks.
 
Fast genau vor einem Jahr hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann vor der Abstimmung zur Gründung des Parks im Landtag ausgerechnet mit dem leuchtend gelben Pilz dafür geworben, im Schwarzwald auch eine Zufluchtsstätte für äußerst seltene Arten zu schaffen. Die „Antrodiella citrinella“, so der lateinische Name Porlings, war bis dahin nur aus dem Bayerischen Wald bekannt. In den 1990er Jahren auch dort noch sehr selten, konnte sie sich mittlerweile unter anderem in die Region des dortigen Nationalparks ausbreiten.
 
Als gesichert gilt, dass der Pilz zum Überleben reichlich totes Fichtenholz und einen weiteren Pilz, den Rotrandigen Baumschwamm, braucht. „Wo die Tramete wächst, herrscht eine gewisse Ursprünglichkeit der Natur“, erklärt Dr. Markus Scholler vom Naturkundemuseum Karlsruhe, der ein großes mykologisches Inventarisierungsprojekt im Nationalpark leitet. Rund ein Dutzend Spezialisten untersuchen die vorhandene Artenvielfalt – und dokumentieren sie für die Nachwelt. „350 Arten wurden bereits erfasst“, berichtet Scholler. Die Tramete, die den Ökologen auch als „Naturnähezeiger“ diene, sei nur eine von mehreren bedeutenden und extrem seltenen Pilzen, die im Gebiet um den Wilden See gefunden wurden. Ein Beweis dafür, dass Totholz die Vielfalt an seltenen Pilzarten sichtbar erhöht.

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Abenteuer beginnt: Sommerfilm zum Nationalpark online

Junges Team präsentiert Auftakt einer fünfteiligen Reihe

 

Wer vom Herbst noch einmal in die wilde Schönheit des Sommers im Nationalpark Schwarzwald eintauchen will, kann im Internet den ersten Kurzfilm der jungen Filmemacher um Simon Straetker aus Löffingen bewundern. 500 Stunden hat das Team an dem Auftakt der Reihe „Abenteuer Schwarzwald“ über alle vier Jahreszeiten im Nationalpark gesteckt. Drehbeginn war im Mai, nach der feierlichen Premiere im Nationalparkzentrum, ist der zweiminütige Videoclip nun unter www.sommerfilm.abenteuerschwarzwald.de zu sehen.


„Wir möchten gerade junge Leute für die Schönheit der Natur begeistern“, beschreibt Regisseur Simon Straetker das Projekt, das er zusammen mit dem Fotografen und Reisereferenten David Lohmüller aus Freiburg initiiert hat. Getreu dem Motto des Nationalparks, „Eine Spur wilder“, haben die Filmer besonders die wilden Seiten des Schwarzwalds in den Fokus genommen.
Mit speziellen Kamerakränen und Drohnen haben die Filmemacher die Natur im Nationalpark auch aus bisher unbekannten Perspektiven einfangen können. „Wir wollen mit unseren Bildern das Unsichtbare sichtbar machen“, sagt Simon Straetker, der bereits 2013 einen Naturfilm im Schwarzwald gedreht hat. Für „H2ochschwarzwald“ wurde der 20-Jährige unter anderem mit dem Deutschen Naturschutzpreis 2013 und dem Jugendfilmpreis Baden-Württemberg 2013 ausgezeichnet.


Naturschutz und Nachhaltigkeit sind ihm auch bei seinem aktuellen Projekt ein besonderes Anliegen. Auf eine moralisierende Haltung habe das Team allerdings bewusst verzichtet, erklärt Straetker. „Die gezeigte Schönheit der Natur spricht für sich - unsere Filme sollen in erster Linie faszinieren und begeistern.“

 

Der Adlerhorst auf dem Wildnispfad Baden-Baden ist zur Zeit aufgrund anstehender Reparaturarbeiten gesperrt

Die 2006 gebaute Aussichtsplattform "Adlerhorst" auf dem Wildnispfad Baden-Baden wurde bis auf Weiteres aus Sicherheitsgründen von der Nationalpark-Verwaltung gesperrt. Bei der regelmäßig stattfindenden Sicherheitskontrolle der Anlage wurde festgestellt, dass die Tragkonstruktion nicht mehr ganz sicher ist. Nun soll überlegt und geplant werden, wann und wie die Sanierung der hölzernen Aussichtsplattform stattfinden wird. Bis die Mängel wieder beseitigt werden können, wird der Adlerhorst im Interesse der Sicherheit aller Besucherinnen und Besucher daher erst einmal gesperrt bleiben. Die Nationalparkverwaltung bittet hierfür um das Verständnis seiner Gäste.

Nationalpark zum Mitmachen

 

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www.nationalpark-schwarzwald-dialog.de

Adresse

Nationalpark Schwarzwald
Schwarzwaldhochstraße 2
77889 Seebach
Email: info@nlp.bwl.de
Telefon: 07449 - 91020
Fax: 07449 - 91022

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