Architektenwettbewerb für den Bau des Besucherzentrums wurde entschieden

Model des geplanten neuen Besucherzentrums

Im Rahmen eines mehrwöchigen Architekturwettbewerb wurde am 13.02.2015 über die eingereichten Vorschläge für den Neubau eines Besucher- und Informationszentrums entschieden.

Es ist vorgesehen, dass am Ruhestein auf ca. 900 m Höhe, ein Besucher- und Informationszentrum mit den Schwerpunkten Umweltbildung, Besucherinformation und Besucherlenkung entstehen soll. Außerdem soll ein Teil der Nationalparkverwaltung in einem Neubau untergebracht werden.

Das Ergebnis des Architektenwettbewerbs wurde gemeinsam mit dem zuständigen Ministerium für Finanzen und Wirtschaft und dem Ministerium für Ländlichen Raum vorgestellt.

Nach intensiven Beratungen hat sich das hochkarätig besetzte Preisgericht für den Entwurf des interdisziplinären Planerteams aus

• Sturm + Wartzeck GmbH, Dipperz (Architektur),

• schlaich bergermann und Partner ­ sbp gmbh, Stuttgart (Tragwerksplanung),

• EWT Ingenieure GmbH, Grebenhain (Technische Gebäudeausrüstung),

• [f] landschaftsarchitektur gmbh, Bonn (Landschaftsarchitektur),

ausgesprochen.

 

Alle Beiträge des Realisierungswettbewerbs für ein Besucher- und Informationszentrum sind momentan in Pforzheim ausgestellt.

 

Mehr Informationen finden Sie hier.

 

Informationen zur Ausstellung in Pforzheim erhalten Sie hier.

Fichtenkreuzschnäbel in Not

Fichtenkreuzschnabel-Weibchen. Foto: Marc Foerschler/Nationalpark

Allein in den vergangenen 14 Tagen wurden mehr als 30 Vögel überfahren.

 

Für die Fichtenkreuzschnäbel ist es eine äußerst gefährliche Zeit: Sie picken Streusalz von den Straßen auf und werden dabei überfahren. „Der im Nationalpark heimische Finkenvogel mit den markanten gekreuzten Schnabelspitzen ernährt sich hauptsächlich von Fichten- und Kiefernzapfen“, erklärt Marc Förschler, Leiter der Abteilung Ökologisches Monitoring, Forschung und Artenschutz im Nationalpark Schwarzwald. Durch die Aufnahme der ölhaltigen Samen haben die Vögel einen erhöhten Flüssigkeits- und Mineralienbedarf, den sie durch das Fressen von Schnee und Salz decken.

Gerade im Winter picken die Vögel häufig das Streusalz von den Straßen auf – wobei sie dann leider oft überfahren werden. Die traurige Bilanz: Allein zwischen Mitte Februar und Anfang März – also während der beginnenden Brutzeit – haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nationalparks mehr als 30 tote Fichtenkreuzschnäbel aufgesammelt. Damit es zukünftig weniger gefiederte Unfallopfer gibt, versucht der Nationalpark, die Vögel an einigen Stellen mit Salzsteinen von der Straße wegzulocken. Aber auch Autofahrerinnen und Autofahrer können einen Beitrag leisten – indem sie den Fuß vom Gas nehmen. „Bei geringerer Geschwindigkeit, haben die Vögel noch eine Chance, rechtzeitig wegzufliegen“, sagt Marc Förschler.

 

 

Erste Gebietsgliederung des Nationalparks ist jetzt beschlossen

Nationalparkrat hat nach erfolgreichem und breitem Beteiligungsprozess die Gliederung beschlossen

 

Der Nationalpark Schwarzwald hat nun eine erste Gliederung bekommen. Der Nationalparkrat, in dem die umliegenden Gemeinden, Kreise und Städte vertreten sind, legte die Einteilung der Fläche in drei unterschiedliche Zonen in seiner Sitzung am 04.02.2015 in Bühl einstimmig fest.

 

Besonders erfreulich war die große Anteilnahme an dem vorausgegangenen Beteiligungs-Prozess. Insgesamt hat der Nationalpark 147 konkrete Anregungen bekommen. Einige Hinweise sind in die endgültige Beschlussvorlage eingeflossen – so wurde beispielsweise die Managementzone am Buhlbachsee oder in den Bereichen Brückleswald und Schweinkopf vergrößert. Die Kernzone wurde im ganzen Parkgebiet um insgesamt 22 Hektar verkleinert.

 

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Der Nationalparkrat tagte am 04.02.2015 in Bühl
Der Nationalparkrat tagte am 04.02.2015 in Bühl

Schon ein bisschen wilder: Neues Jahresprogramm lässt Natur mit allen Sinnen erfahren

Mehr als 300 Veranstaltungen zeigen die Vielfalt des Nationalparks – von Spinnen über Waldtheater bis zur Kräuterküche.

Natürlich hat die Natur ihr eigenes Tempo Richtung Wildnis, große Veränderungen brauchen Zeit – und doch lohnt sich eine Spurensuche im Nationalpark Schwarzwald jeden Tag. Mit mehr als 300 Veranstaltungen macht das neue Jahresprogramm die wilde Seite des 10 000 Hektar großen Gebiets zwischen Plättig und Alexanderschanze für alle Sinne erfahrbar. „Der Zauber unberührter Natur lässt sich mit Worten und Bildern immer nur zum Teil einfangen – man muss ihn ganz einfach selbst erleben“, sagt Charly Ebel, Leiter des Bereichs Umweltbildung und Besucherbetreuung im Nationalpark.


Rangerinnen und Ranger führen die Gäste auf unterschiedlichsten Wegen zu ganz persönlichen Aus- und Einblicken. Mit Schneeschuhen geht es durch weiße Winterlandschaften, untermalt von Gedichten in den Frühling und begleitet von Fachleuten in die Welt der Honigbienen, Auerhühner oder Schnepfen. Am Ruhestein erwarten die Gäste auch drei neue Ausstellungen – während gleichzeitig das neue Besucherzentrum langsam Formen annimmt. „Im Februar geht der Architekten-Wettbewerb in die zweite Runde, wir sind schon sehr gespannt“, erzählt Elke Osterloh, Leiterin des Infozentrums.
 

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Pilotstudie zu Akzeptanz: 1500 Interviews werden ausgewertet

Gespräche dauerten im Schnitt rund 20 Minuten / Ergebnisse im Frühjahr erwartet


Fast ein Jahr ist der Nationalpark Schwarzwald alt – für Wissenschaftler ein guter Zeitpunkt für eine erste Studie zur Wahrnehmung des ersten Nationalparks Baden-Württembergs. 1501 Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg befragte Meinungsforschungsinstitut LINK Ende vergangenen Jahres. „Die Beteiligung war sehr gut und zeigt das große Interesse an diesem Thema, worüber wir uns sehr freuen", sagt Britta Böhr, Leiterin des Fachbereichs Nationalparkplanung, Regionale Entwicklung & Tourismus.

Schließlich soll die Forschung im Nationalpark nicht auf Tiere und Pflanzen beschränkt sein – auch sozialwissenschaftliche Fragen werden genau untersucht. Bei dieser ersten Pilotstudie geht es zum einen um vorhandene Ansprüche, Bedürfnisse und Überzeugungen, die die Menschen in Baden-Württemberg mit ihrem ersten Nationalpark verbinden. Zum anderen aber auch um die Frage, ob sich die Wahrnehmung des Parks im ersten Jahr vielleicht schon verändert hat.

Befragt wurden 1001 Bürgerinnen und Bürger im ganzen Bundesland, außerdem 500 aus den Landkreisen Rastatt, Freudenstadt, Calw und Ortenau. Bei der ersten Gruppe dauerten die Interviews durchschnittlich 19 Minuten, bei den direkten Nationalpark-Nachbarn sogar noch vier Minuten länger. "Ein großes Dankeschön an alle, die sich beteiligt haben", sagt Britta Böhr.

Die Interviews werden nun zusammen mit dem Freiburger Institut für angewandte Sozialwissenschaft (Fifas) ausgewertet. Erste Ergebnisse gibt es voraussichtlich im Frühjahr.

Das Abenteuer geht weiter: Herbstfilm zum Nationalpark online

Team präsentiert zweiten Teil der Schwarzwald-Reihe/ Entdecker-Camp für Jugendliche im Frühjahr geplant

 

Weißer Nebel über den Schwarzwaldtälern, eine Spinne beim Beutefang, schwarze Äste vor einem funkelnden Sternenhimmel - der zweite Jahreszeiten-Film in der Reihe Abenteuer Schwarzwald, fängt die mystische Herbststimmung im Nationalpark ein. Das Team um den jungen Filmemacher Simon Straetker hat wieder viel Zeit und Liebe zur Natur in den Kurzfilm investiert, der auf der CMT in Stuttgart Mitte Januar Premiere feierte und nun auch online zu bewundern ist: www.herbst.abenteuerschwarzwald.de.


„Wir möchten gerade junge Leute für die Schönheit der Natur begeistern“, beschreibt Regisseur Simon Straetker das Projekt, das er zusammen mit dem Fotografen und Reisereferenten David Lohmüller aus Freiburg initiiert hat. Getreu dem Motto des Nationalparks, „Eine Spur wilder“, haben die Filmer besonders die wilden Seiten des Schwarzwalds in den Fokus genommen. Mit speziellen Kamerakränen und Drohnen können die Filmemacher die Natur im Nationalpark auch aus bisher unbekannten Perspektiven ziegen. „Wir wollen mit unseren Bildern das Unsichtbare sichtbar machen“, sagt Simon Straetker, der bereits 2013 einen Naturfilm im Schwarzwald gedreht hat. Für „H2ochschwarzwald“ wurde der 20-Jährige unter anderem mit dem Deutschen Naturschutzpreis 2013 und dem Jugendfilmpreis Baden-Württemberg 2013 ausgezeichnet.

Und Straetker bereitet schon ein neues Projekt vor: ein Young Explorers Camp, ein Entdecker-Camp für 16 Jugendliche, die vom 27. Mai bis zum 3. Juni 2015 den Nationalpark erkunden dürfen. Das Programm, das Straetker zusammen mit dem Nationalpark und dem Pangea Project, einem internationalen Netzwerk natur- und abenteuerbegeisterter Jugendlicher, entwickelt, ist für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kostenlos. Jugendliche zwischen 16 und 19 Jahren können sich ab sofort auf www.schwarzwald-entdecker.de bewerben.

 

 

Umbau im Besucherzentrum

Im Besucherzentrum am Ruhestein sind gerade einige kleinere Umbauten im Gange, die sich etwas länger als erwartet hinziehen. Daher kann das Haus leider nicht - wie ursprünglich angekündigt - am 2. Februar wieder öffnen. Ab dem 5. Februar sind Besucherinnen und Besucher aber wieder herzlich willkommen. Da auch die Telefonanlage ausgetauscht wurde, gibt es ab sofort neue Festnetznummern - das Büro des Nationalparkzentrums Ruhestein ist künftig unter 07449/92 99 84 44 zu erreichen.

Führungen im Schnee zeigen Leben der Tiere im Winter

Winter im Nationalpark Schwarzwald
Blick in den verschneiten Nationalpark Schwarzwald.

Das Infozentrum am Ruhestein bleibt wegen eines Umbaus noch bis zum 5. Februar geschlossen.

Die Wildtiere im Nationalpark Schwarzwald trotzen auf unterschiedlichste Weise der kalten Jahreszeit. „Es ist unheimlich spannend zu beobachten, wie die einzelnen Tiere sich auf die lebensfeindlichen Bedingungen in dieser Jahreszeit einstellen“, sagt Urs Reif, Leitender Ranger im Nationalpark Schwarzwald. Gleichzeitig kann jede Störung für Rothirsche und Rehe, Auherhühner, Hasen oder Marder gefährlich werden. „Sie brauchen geschützte Ruhezonen, um Energie zu sparen“, erklärt Urs Reif.

Die Nationalparkverwaltung bietet daher auch in diesem Winter wieder geführte Wanderungen an – und bittet alle Gäste ansonsten darum, sich unbedingt an die Regeln zu halten, die in dieser Jahreszeit besonders wichtig sind. „Nicht wenige Tiere haben es bei Schnee und Eis besonders schwer und kämpfen ums Überleben“, sagt Ranger Reif. „Da es wenig Nahrung gibt, müssen sie zu einem großen Teil von ihren Fettreserven zehren.“

Vor allem Schneeschuhwanderer und LangläuferInnen richten, meist ohne es zu wissen, erheblichen Schaden an, wenn sie abseits der Wege querfeldein laufen und so in die Wildruhezonen eindringen. Durch Stress oder gar Flucht verbrauchen die Tiere unnötig Kraftreserven, die sie zum Überleben brauchen. Das Nationalparkteam bittet daher alle Besucherinnen und Besucher in den kommenden Monaten, unbedingt auf markierten Wegen, Loipen und Schneeschuhtrails zu bleiben, auch wenn schon Spuren vom Weg abführen sollten. Hunde sind wie zu jeder Jahreszeit an der Leine führen. Um die Wildtiere nicht zu ängstigen, ist es wichtig, sich möglichst ruhig zu verhalten und den Wald mit Einbruch der Dunkelheit zu verlassen.

Dann bleibt trotzdem noch genug Raum, die Winterfreuden im Schwarzwald zu genießen – und beispielsweise mit den Rangerinnen und Rangern den ganz besonderen Zauber dieser Jahreszeit zu erkunden. Alle Informationen zu Schneeschuhwegen oder geführten Schneewanderungen gibt es im Nationalparkzentrum am Ruhestein. Vom 12. Januar bis zum 5. Februar bleibt das Haus allerdings wegen eines kleineren Umbaus geschlossen. Telefonisch ist das Büro unter 07449/91020 aber auch während dieser Zeit für Auskünfte und Buchungsanfragen erreichbar.

Bis März bietet das Nationalpark-Team auch spezielle Führungen für Kindergärten und Schulen an. Den präparierten Tieren in der Ausstellung dürfen die kleinen Gäste dabei ganz nah kommen – dem Fuchs ins Maul schauen, das Rehkitz streicheln oder die messerscharfen Krallen der Schleiereule bewundern. Sie erfahren, wie  der Sperlingskauz seine Mahlzeiten aufwärmt, wieso die Fledermaus Winterschlaf hält und der Kuckuck im Süden Urlaub macht.

Für alle festen Termine und spezielle Gruppenführungen ist eine Anmeldung im Nationalparkzentrum notwendig. Schneeschuhe können gegebenenfalls gegen eine Gebühr von 10 Euro ausgeliehen werden.

 

Termin:

19. 2. 2014, 14 Uhr: „Das Leben der Tiere im Winter“, mit Dorothea Schulze, für Kinder von 7 bis 10 Jahren, Seminarraum im Nationalparkzentrum am Ruhestein, Anmeldung erforderlich

 

Service für Wintersportler: Verein informiert auch über Loipen im Nationalpark

„Schneetelefon Schwarzwaldhochstraße“ und Internetseite sorgen für genaue Schneeberichte

Ab dieser Saison übernimmt die Nationalparkverwaltung das Spuren der Loipen von Herrenwies bis zur Zuflucht – insgesamt rund 120 Kilometer. Alle Informationen rund um den Wintersport – inklusive Wetter- und Schneebericht – gibt es beim Verein Schwarzwaldhochstraße.

Der Loipenförderkreis, der die Nationalparkverwaltung mit dem Spuren beauftragt hat, nachdem der bisherige Betreiber Mathias Reidel diese Aufgabe gerne abgeben wollte, ist unter das Dach des Vereins Schwarzwaldhochstraße gewechselt. Gemeinsam mit dem gesamten Loipennetz im Nordschwarzwald können auch die Loipen durch den Nationalpark auf der Internetseite des Vereins www.schwarzwaldhochstraße.de eingesehen werden. „Dort ist auch ein kleiner Schneebericht eingestellt“, informiert Bernd Schindler, Gebietsleiter Hoher Ochsenkopf im Nationalpark.

Wer sich lieber telefonisch über die Wetterlage informieren möchte, kann das „Schneetelefon Schwarzwaldhochstraße“ unter der Nummer 07442/6922 nutzen. Federführend für beide Infodienste ist Gästebetreuer Klaus Faißt von der Baiersbronn Touristik. Wer Schneetelefon oder Internetseite regelmäßig befragt, wird also rechtzeitig erfahren, wann es sich lohnt, die Skier einzupacken für einen Ausflug in den Nationalpark Schwarzwald.

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Gestalt des Nationalparks: Beteiligung im Onlineforum zeigt großen Wissensdurst

Auch die Führungen waren bestens besucht

 

Das Diskussionsforum zur ersten Gebietsgliederung des Nationalparks Schwarzwald im Internet ist beendet. Die breite Beteiligung auf dieser Seite, bei den öffentlichen Führungen und Sitzungen hat gezeigt, wie hoch der Informationsbedarf ist – und die Bereitschaft, sich an der Gestalt des ersten Nationalparks des Landes auch selbst zu beteiligen.

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Adlerhorst wird abgebaut – ab Sommer soll es eine neue Attraktion geben

Die beliebte Aussichtsplattform auf dem Wildnispfad Baden-Baden war laut Gutachter nicht mehr sicher.

Er war leider nicht mehr zu retten: Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung haben den maroden „Adlerhorst“ auf dem Wildnispfad Baden-Baden abgebaut. Bereits im Sommer musste die Aussichtsplattform in luftiger Höhe gesperrt werden, nachdem ein Gutachter sie für nicht mehr verkehrssicher erklärt hatte. Wind und Witterung hatten an dem beliebten Ausguck im Baumwipfel, der über eine hölzerne Hängebrücke zu erreichen war, genagt. „Uns ist bewusst, dass viele Besucher ganz besonders schöne Erinnerungen mit dem Adlerhorst verbinden“, sagt Nationalparkleiter Wolfgang Schlund. Schließlich ist ein solcher Blick aus Adlerperspektive auch im Nationalpark bislang einmalig.

Doch alle Fans des Wildnispfades können sich freuen: „Voraussichtlich bis zum Sommer werden wir einen gleichwertigen Ersatz schaffen“, verspricht Schlund. Wie genau der aussehen und an welchem Standort er zu finden sein wird, daran tüfteln die Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung bereits seit einigen Wochen. „Noch ist es allerdings zu früh, um schon Details zu verraten“, sagt Schlund.

Der Wildnispfad an der Schwarzwald-Hochstraße, nahe Plättig/Bühlerhöhe, wurde 2006 eingeweiht und führt durch ein 70 Hektar großes Waldgebiet, das bereits seit einigen Jahren ganz der Natur überlassen wird. Entlang des Weges sind daher auch einige Hindernisse, zum Beispiel im Sturm umgefallene Bäume, zu überwinden.

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Winterpause für den Lotharpfad: Beliebte Strecke ist bis zum Frühjahr gesperrt

An Spitzentagen besuchten in diesem Herbst 2500 Gäste den Weg / in den kommenden Monaten soll er ausgebessert werden


Winterpause für eine der beliebtesten Strecken im Nationalpark Schwarzwald: Der Lotharpfad ist bis zum nächsten Frühjahr gesperrt. „Das war auch schon vor der Gründung des Nationalparks so üblich“, informiert Nationalpark-Leiter Wolfgang Schlund. Bei Schnee und Eis sei das Betreten des Pfades, der in den Jahren nach dem Orkan Lothar 1999 angelegt wurde, einfach zu gefährlich.


Die Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung werden die Zeit bis zur Wiedereröffnung auch nutzen, um einige Reparaturarbeiten auf dem Weg zu erledigen. „An einigen Stellen ist das Holz des Pfades ein bisschen morsch geworden, das wollen wir ausbessern“, sagt Ranger Arne Kolb. Selbstverständlich werde der Lotharpfad aber pünktlich zur neün Saison im kommenden Frühjahr wieder geöffnet. Schließlich zählt der Weg zu den meist besuchten Strecken im Nationalpark. An Spitzentagen wanderten in diesem Herbst bis zu 2500 Menschen über den rund ein Kilometer langen Pfad.

 

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Forscher entdeckt seltenen Pilz im Bannwald

Vor einem Jahr hatte Ministerpräsident Kretschmann die Zitronengelbe Tramete im Landtag vorgestellt
 
Dieser Fund ist schon eine kleine Sensation: Erstmals in ganz Baden-Württemberg haben Pilzforscher die Zitronengelbe Tramete im Nationalpark Schwarzwald entdeckt. „Ein richtig gutes Zeichen“, findet Dr. Marc Förschler, der die Abteilung für Ökologisches Monitoring, Forschung und Artenschutz im Nationalpark leitet. Natürlich müsse der Pilz schon vorher da gewesen sein – aber der Fundort im Bannwald am Wilder See weise daraufhin, welche Bedingungen sehr seltene Arten für ihre Entwicklung und Ausbreitung bräuchten. Denn im Bannwald darf sich die Natur bereits seit 100 Jahren vom Menschen unbeeinflusst entwickeln. So wie bald auch in der ersten Kernzone des 10000 Hektar großen Nationalparks.
 
Fast genau vor einem Jahr hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann vor der Abstimmung zur Gründung des Parks im Landtag ausgerechnet mit dem leuchtend gelben Pilz dafür geworben, im Schwarzwald auch eine Zufluchtsstätte für äußerst seltene Arten zu schaffen. Die „Antrodiella citrinella“, so der lateinische Name Porlings, war bis dahin nur aus dem Bayerischen Wald bekannt. In den 1990er Jahren auch dort noch sehr selten, konnte sie sich mittlerweile unter anderem in die Region des dortigen Nationalparks ausbreiten.
 
Als gesichert gilt, dass der Pilz zum Überleben reichlich totes Fichtenholz und einen weiteren Pilz, den Rotrandigen Baumschwamm, braucht. „Wo die Tramete wächst, herrscht eine gewisse Ursprünglichkeit der Natur“, erklärt Dr. Markus Scholler vom Naturkundemuseum Karlsruhe, der ein großes mykologisches Inventarisierungsprojekt im Nationalpark leitet. Rund ein Dutzend Spezialisten untersuchen die vorhandene Artenvielfalt – und dokumentieren sie für die Nachwelt. „350 Arten wurden bereits erfasst“, berichtet Scholler. Die Tramete, die den Ökologen auch als „Naturnähezeiger“ diene, sei nur eine von mehreren bedeutenden und extrem seltenen Pilzen, die im Gebiet um den Wilden See gefunden wurden. Ein Beweis dafür, dass Totholz die Vielfalt an seltenen Pilzarten sichtbar erhöht.

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Nationalpark zum Mitmachen

 

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www.nationalpark-schwarzwald-dialog.de

Adresse

Nationalpark Schwarzwald
Schwarzwaldhochstraße 2
77889 Seebach
Email: info@nlp.bwl.de
Telefon: 07449 - 91020
Fax: 07449 - 91022

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