Gestalt des Nationalparks: Beteiligung im Onlineforum zeigt großen Wissensdurst

Gestern ist das Diskussionsforum zur ersten Gebietsgliederung des Nationalparks Schwarzwald im Internet geendet. Die breite Beteiligung auf dieser Seite, bei den öffentlichen Führungen und Sitzungen hat gezeigt, wie hoch der Informationsbedarf ist – und die Bereitschaft, sich an der Gestalt des ersten Nationalparks des Landes auch selbst zu beteiligen. Alle weiteren Informationen entnehmen Sie bitte der Pressemitteilung im Anhang.

 

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Adlerhorst wird abgebaut – ab Sommer soll es eine neue Attraktion geben

Die beliebte Aussichtsplattform auf dem Wildnispfad Baden-Baden war laut Gutachter nicht mehr sicher.

Er war leider nicht mehr zu retten: Am gestrigen Montag haben Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung den maroden „Adlerhorst“ auf dem Wildnispfad Baden-Baden abgebaut. Bereits im Sommer musste die Aussichtsplattform in luftiger Höhe gesperrt werden, nachdem ein Gutachter sie für nicht mehr verkehrssicher erklärt hatte. Wind und Witterung hatten an dem beliebten Ausguck im Baumwipfel, der über eine hölzerne Hängebrücke zu erreichen war, genagt. „Uns ist bewusst, dass viele Besucher ganz besonders schöne Erinnerungen mit dem Adlerhorst verbinden“, sagt Nationalparkleiter Wolfgang Schlund. Schließlich ist ein solcher Blick aus Adlerperspektive auch im Nationalpark bislang einmalig.

Doch alle Fans des Wildnispfades können sich freuen: „Voraussichtlich bis zum Sommer werden wir einen gleichwertigen Ersatz schaffen“, verspricht Schlund. Wie genau der aussehen und an welchem Standort er zu finden sein wird, daran tüfteln die Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung bereits seit einigen Wochen. „Noch ist es allerdings zu früh, um schon Details zu verraten“, sagt Schlund.

Hintergrund
Der Wildnispfad an der Schwarzwald-Hochstraße, nahe Plättig/Bühlerhöhe, wurde 2006 eingeweiht und führt durch ein 70 Hektar großes Waldgebiet, das bereits seit einigen Jahren ganz der Natur überlassen wird. Entlang des Weges sind daher auch einige Hindernisse, zum Beispiel im Sturm umgefallene Bäume, zu überwinden.

 

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Winterpause für den Lotharpfad: Beliebte Strecke ist bis zum Frühjahr gesperrt

An Spitzentagen besuchten in diesem Herbst 2500 Gäste den Weg / in den kommenden Monaten soll er ausgebessert werden


Winterpause für eine der beliebtesten Strecken im Nationalpark Schwarzwald: Der Lotharpfad ist bis zum nächsten Frühjahr gesperrt. „Das war auch schon vor der Gründung des Nationalparks so üblich“, informiert Nationalpark-Leiter Wolfgang Schlund. Bei Schnee und Eis sei das Betreten des Pfades, der in den Jahren nach dem Orkan Lothar 1999 angelegt wurde, einfach zu gefährlich.


Die Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung werden die Zeit bis zur Wiedereröffnung auch nutzen, um einige Reparaturarbeiten auf dem Weg zu erledigen. „An einigen Stellen ist das Holz des Pfades ein bisschen morsch geworden, das wollen wir ausbessern“, sagt Ranger Arne Kolb. Selbstverständlich werde der Lotharpfad aber pünktlich zur neün Saison im kommenden Frühjahr wieder geöffnet. Schließlich zählt der Weg zu den meist besuchten Strecken im Nationalpark. An Spitzentagen wanderten in diesem Herbst bis zu 2500 Menschen über den rund ein Kilometer langen Pfad.

 

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Pilotstudie zur Wahrnehmung des Nationalparks


Fast ein Jahr ist der Nationalpark Schwarzwald alt – für Wissenschaftler ein guter Zeitpunkt, um eine erste Studie zur Wahrnehmung des ersten Nationalparks Baden-Württembergs zu starten. Bis Mitte Dezember wird das Meinungsforschungsinstitut LINK insgesamt 1500 Menschen in Baden-Württemberg zu diesem Thema befragen. „Wir freuen uns über jeden Angerufenen, der sich eine Viertelstunde Zeit für unsere Fragen nehmen kann“, sagt Britta Böhr, Leiterin des Fachbereichs Nationalparkplanung, Regionale Entwicklung & Tourismus. Schließlich soll die Forschung im Nationalpark nicht auf Tiere und Pflanzen beschränkt sein – auch sozialwissenschaftliche Fragen werden genau untersucht. Diese erste Pilotstudie soll unter anderem darüber Auskunft geben, ob sich die Wahrnehmung des Nationalparks in seinem ersten Jahr schon verändert hat.
Alle weitere Informationen finden Sie in der beigefügten Pressemitteilung.

 

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Der Schnee kann kommen: Nationalpark übernimmt das Loipenspuren – und den Pistenbully

Bürgermeister Schmälzle: „Ich bin froh, dass das Angebot so gut weiter geht.“

Auf schöne Loipen quer durch den Nationalpark Schwarzwald können sich Langlauffreunde auch in diesem Winter freuen. Der Nationalpark übernimmt ab dieser Saison das Spuren im Bereich Hoher Ochsenkopf und Herrenwies. Der bisherige Betreiber der insgesamt rund 120 Kilometer langen Loipen, Mathias Reidel, wollte diese Aufgabe gerne abgeben. „Die letzten drei Winter waren schneearm, für mich hätte sich das künftig nicht mehr gerechnet“, erklärt Reidel. Da 40 Prozent der Loipen ohnehin im Gebiet des Nationalparks lägen, sei er froh, diese Aufgabe in die richtigen Hände übergeben zu können. Reidel hatte den Loipenbetrieb  vor fünf Jahren von seinem Vater übernommen, der seit 1971 für die LangläuferInnen gepurt hatte.

Für den Nationalpark sei es eine Selbstverständlichkeit, hier einzuspringen, betont Nationalpark-Leiter Wolfgang Schlund. „Erholung ist für uns ein hohes Gut – und dazu gehört unbedingt auch das Langlaufen durch die schöne Natur des Nationalparks.“ Die Nationalparkverwaltung wird nun einen Vertrag mit dem Loipenförderkreis abschließen, in dem die meisten anliegenden Gemeinden seit Jahren organisiert sind. Der Loipenförderkreis nimmt den Betreiberwechsel allerdings auch zum Anlass für eine eigene Veränderung. „Wir wechseln unter das Dach des Vereins Schwarzwaldhochstraße“, informiert der Vorsitzende des Loipenförderkreises, der Seebacher Bürgermeister Reinhard Schmälzle. Die Orte Oppenau, Bad Peterstal-Griesbach und Bad Rippoldsau-Schapbach stoßen noch als neue Mitglieder dazu.

Der Nationalpark spurt künftig auf der gesamten Fläche des Loipenförderkreises, weitere Loipen kommen auf der Gemarkung Baiersbronn zwischen dem Ruhestein und dem Parkplatz Zollstock hinzu. „Wir freuen uns, dass es im Bereich der Schwarzwaldhochstraße damit ein einheitliches Loipengebiet auf 160 Kilometern gibt und die Nationalparkverwaltung das Spuren übernimmt“, sagt Schmälzle. Die Verwaltung hat dafür auch den Pistenbully von Reidel gekauft. Die freiwillige Plakette (fünf Euro pro Tag), mit der sich die Langläufer in diesem Gebiet an den Spurkosten beteiligt hatten, entfällt künftig, die Zuschüsse der Gemeinden bleiben. Es sei auch eine Ausdehnung des in Freudenstadt gegründeten Fördervereins auf das gesamte Gebiet geplant, ergänzt Schmälzle.

 

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Forscher entdeckt seltenen Pilz im Herzen des Nationalparks

Vor einem Jahr hatte Ministerpräsident Kretschmann die Zitronengelbe Tramete im Landtag vorgestellt
 
Dieser Fund ist schon eine kleine Sensation: Erstmals in ganz Baden-Württemberg haben Pilzforscher die Zitronengelbe Tramete im Nationalpark Schwarzwald entdeckt. „Ein richtig gutes Zeichen“, findet Dr. Marc Förschler, der die Abteilung für Ökologisches Monitoring, Forschung und Artenschutz im Nationalpark leitet. Natürlich müsse der Pilz schon vorher da gewesen sein – aber der Fundort im Bannwald am Wilder See weise daraufhin, welche Bedingungen sehr seltene Arten für ihre Entwicklung und Ausbreitung bräuchten. Denn im Bannwald darf sich die Natur bereits seit 100 Jahren vom Menschen unbeeinflusst entwickeln. So wie bald auch in der ersten Kernzone des 10000 Hektar großen Nationalparks.
 
Fast genau vor einem Jahr hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann vor der Abstimmung zur Gründung des Parks im Landtag ausgerechnet mit dem leuchtend gelben Pilz dafür geworben, im Schwarzwald auch eine Zufluchtsstätte für äußerst seltene Arten zu schaffen. Die „Antrodiella citrinella“, so der lateinische Name Porlings, war bis dahin nur aus dem Bayerischen Wald bekannt. In den 1990er Jahren auch dort noch sehr selten, konnte sie sich mittlerweile unter anderem in die Region des dortigen Nationalparks ausbreiten.
 
Als gesichert gilt, dass der Pilz zum Überleben reichlich totes Fichtenholz und einen weiteren Pilz, den Rotrandigen Baumschwamm, braucht. „Wo die Tramete wächst, herrscht eine gewisse Ursprünglichkeit der Natur“, erklärt Dr. Markus Scholler vom Naturkundemuseum Karlsruhe, der ein großes mykologisches Inventarisierungsprojekt im Nationalpark leitet. Rund ein Dutzend Spezialisten untersuchen die vorhandene Artenvielfalt – und dokumentieren sie für die Nachwelt. „350 Arten wurden bereits erfasst“, berichtet Scholler. Die Tramete, die den Ökologen auch als „Naturnähezeiger“ diene, sei nur eine von mehreren bedeutenden und extrem seltenen Pilzen, die im Gebiet um den Wilden See gefunden wurden. Ein Beweis dafür, dass Totholz die Vielfalt an seltenen Pilzarten sichtbar erhöht.

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Abenteuer beginnt: Sommerfilm zum Nationalpark online

Junges Team präsentiert Auftakt einer fünfteiligen Reihe

 

Wer vom Herbst noch einmal in die wilde Schönheit des Sommers im Nationalpark Schwarzwald eintauchen will, kann im Internet den ersten Kurzfilm der jungen Filmemacher um Simon Straetker aus Löffingen bewundern. 500 Stunden hat das Team an dem Auftakt der Reihe „Abenteuer Schwarzwald“ über alle vier Jahreszeiten im Nationalpark gesteckt. Drehbeginn war im Mai, nach der feierlichen Premiere im Nationalparkzentrum, ist der zweiminütige Videoclip nun unter www.sommerfilm.abenteuerschwarzwald.de zu sehen.


„Wir möchten gerade junge Leute für die Schönheit der Natur begeistern“, beschreibt Regisseur Simon Straetker das Projekt, das er zusammen mit dem Fotografen und Reisereferenten David Lohmüller aus Freiburg initiiert hat. Getreu dem Motto des Nationalparks, „Eine Spur wilder“, haben die Filmer besonders die wilden Seiten des Schwarzwalds in den Fokus genommen.
Mit speziellen Kamerakränen und Drohnen haben die Filmemacher die Natur im Nationalpark auch aus bisher unbekannten Perspektiven einfangen können. „Wir wollen mit unseren Bildern das Unsichtbare sichtbar machen“, sagt Simon Straetker, der bereits 2013 einen Naturfilm im Schwarzwald gedreht hat. Für „H2ochschwarzwald“ wurde der 20-Jährige unter anderem mit dem Deutschen Naturschutzpreis 2013 und dem Jugendfilmpreis Baden-Württemberg 2013 ausgezeichnet.


Naturschutz und Nachhaltigkeit sind ihm auch bei seinem aktuellen Projekt ein besonderes Anliegen. Auf eine moralisierende Haltung habe das Team allerdings bewusst verzichtet, erklärt Straetker. „Die gezeigte Schönheit der Natur spricht für sich - unsere Filme sollen in erster Linie faszinieren und begeistern.“

 

Nationalpark zum Mitmachen

 

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www.nationalpark-schwarzwald-dialog.de

Adresse

Nationalpark Schwarzwald
Schwarzwaldhochstraße 2
77889 Seebach
Email: info@nlp.bwl.de
Telefon: 07449 - 91020
Fax: 07449 - 91022

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